Michael G. Müller

1959

seit 1979


1982 - 86

seit 1986

in Alsfeld geboren

freie Arbeiten und erste Werbeaufträge
Anfänge in der Assemblage-Technik
erfolgreiche Teilnahmen an Gestaltungswettbewerben

Studium FH Hildesheim/Holzminden
Abschluss als Diplom-Designer

Grafiker und Art-Director

Einzelausstellungen

1987            "Fundsachen", Stadtsparkasse Hildesheim
1993            "Inscriptionen", Vereins- und Westbank, Hannover
2005            "Inscriptionen", Stadtmuseum Freudenberg
2007            "Sicht>Wechsel", Weserrenaissance Schloss Bevern
2008            "Briefgeheimnisse", Stadtsparkasse Freudenberg
2009            "spuren_blicke/", Rathaus Freudenberg
2013            "Fische mit langen Beinen", Stadtbücherei Holzminden
2014            Haus der Siegerländer Wirtschaft, Siegen
2014            "cut&paste", 4Fachwerk Mittendrin Museum, Freudenberg
2016            "Zufälle und andere Befindlichkeiten", RWE, Siegen

Gruppenausstellungen

1985            Galerie "November", Berlin
1990            Galerie "Fröhlich", Celle
1994            "Einsichten", Bibliothek der Universität Bremen
2008            Kunstkreis Holzminden "Zusammengesetzt"
2009            Kunstkreis Holzminden
2010            Kunstkreis Holzminden "O.T."
2012            Kunstkreis Holzminden "Schloss"
2013            Kunstkreis Holzminden "verrückt"
2013            "Stand.Punkte.Drei", Städtische Galerie, Siegen
2014            "Dem Schatten voraus", Zakopane, Polen
2015            "KreisFragment", Kunsthaus Troisdorf
2016            "Andererseits", Kunstverein Nümbrecht
2017            "Aufhebungen", 4Fachwerk Mittenfdrin Museum, Freudenberg
2017            "Voll Retro - Déjà vu", Städtische Galerie, Siegen
2017            "Dialog", Künstlerforum Remagen

Mitgliedschaften

Kunstkreis Holzminden
Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler (ASK)
4FACHWERK Mittendrin Museum, Freudenberg (Gründungs- und Vorstandsmitglied)

Zu meinen Arbeiten

Meine Kunst verstehe ich als eine Art von Spurensicherung. Als leidenschaftlicher Sammler finde ich meine Themen und Materialien im Alltag. Das gewöhnlich Unbeachtete oder Vernachlässigte, das Wertlose oder Morbide, kann zum Auslöser einer Bildidee werden, sorgt für den Anfang einer Erzählung, die das Kunstwerk weiterspinnt. So löse ich unterschiedliche Fundstücke, wie verwittertes Holz, verrostete Eisenteile, ausgediente Elektroteile, alte Knochen und andere vernutzte Materialien aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang und füge sie zu vielschichtigen Kompositionen zusammen.

Durch Übermalung und die Kombination mit Textfragmenten, Buchstaben und Chiffren werden Montagebilder, Collagen und Objekte modelliert, indem ich reiße, bürste, schleife oder einritze. Auf kleinformatigen Holztafeln oder großflächigen Leinwänden spielen diese Assemblagen nicht nur die Strukturen und die Haptik der verwendeten Stoffe aus. Die Bilder sollen Anstöße und Impulse, neue Assoziationen und überraschende Bedeutungszusammenhänge im Auge des Betrachters auslösen. Im Idealfall schlagen sie einen spannungsvollen formalen und inhaltlichen Dialog zwischen dem Gestern und dem Heute, zwischen dem Vergessenen und dem Offensichtlichen. Lassen Sie sich als Betrachter darauf ein, werden Sie versucht sein, dem vorgeführten Umgang mit Materialien, Farben, Formen und geheimen Botschaften buchstäblich auf der Spur zu bleiben, um Ihren ganz eigenen Weg durch die Erinnerung zu erblicken und zu finden.

Michael G. Müller

 

„Nichts ist gewiss – aber alles kehrt wieder zurück.
Jedes Ding bezeichnet etwas anderes.
Trotzdem ist alles durch Tücke entzogen.“

Henri Michaux (Mercure de France, 1964)