Oft unscheinbar...

sind die Dinge, die im Verborgenen liegend, entdeckt werden und unsere Phantasie beflügeln könnten. Ob beim Spazierengehen, beim Lesen oder selbst im Internet: Nach der Devise "Finden nicht Suchen" fällt uns vieles unvermittelt einfach in den Schoß. Und wer mit offenen Augen durch die Welt geht, weiß auch solche kleinen "Schätze" zu schätzen.

Aufmerksam Herumschweifender

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Beim Spazierengehen gerät scheinbar Vertrautes und Alltägliches
in das Blickfeld des Hamburger Kunsthistorikers Dr. Uwe Heckmann. Beim näheren Betrachten kippen diese mit der Kamera festgehaltenen Augenblicksaufnahmen ins Befremdliche, Überraschende oder gar Malerische.
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Tagebuch einer trügerischen Hoffnung

Wie erging es frisch Verliebten im Dritten Reich? Welche Gedanken gehen einem jungen Mädchen durch den Kopf, dessen Liebster rekrutiert wird? Heute möge Sie uns die Verletzung ihrer Privatsphäre verzeihen, wenn wir in den intimen Seiten Ihres Tagebuches stöbern
(entdeckt auf dem Kölner Flohmarkt und zusätzlich von mir illustriert).
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Tagebuch

Schlange in Schichten

Bereit zum Angriff: Die Kreuzotter sperrt ihr Maul weit auf. Direkt darunter sieht man den Aufbau ihres Schädels, aus welchem die gefährlichen Giftzähne herausragen. Über 100 Jahre alt ist das historische Rollbild, das Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena jetzt wiederentdeckt haben. Einst haben Jenaer Studenten der Zoologie und Medizin das Innenleben beispielsweise von Insekten, Wirbel- und Hohltieren mit Hilfe dieser Rollbilder erlernt. Irgendwann in Vergessenheit geraten, von Gerta Puchert aus dem Phyletischen Museum vor dem Verfall bewahrt, schlummerten die rund 370 Exemplare lange Zeit unbeachtet im sog. "Bunker" der Universität. Nun fielen sie den Biologiedidaktikern durch einen Zufall wieder in die Hände.

"Die Rollbilder sind einzigartig in ihrem künstlerischen Aufbau und der Ästhetik, stammen sie doch aus den ,Zeichenschulen' von Pfurtscheller und Leukart. Sie sind sehr detailliert, zeitlos, politisch neutral und noch immer aktuell", sagt Prof. Dr. Uwe Hoßfeld von der Universität Jena. "Der ideelle und wissenschaftliche Wert der Rollbilder ist sehr hoch und auch der materielle Wert ist nicht zu unterschätzen", erklärt der Leiter der AG Biologiedidaktik weiter. Da die Bilder teilweise beschädigt sind, hofft er auf eine konservatorische Behandlung.

(gefunden unter: www.uni-jena.de)